An diesem Dienstag kommt es zum Gipfeltreffen der Redaktion der Berliner Zeitung mit ihrem Mehrheitseigentümer David Montgomery, Chef des Investors Mecom. Es wird ein Krisengespräch werden, bei dem es um den zukünftigen Kurs des Blattes geht. Während Montogmery sparen will, opponiert die Redaktion. Etliche Redakteure haben schon gekündigt, andere protestieren, dass der neue Chefredakteur Josef Depenbrock, zugleich den Verlag leitet. Dies seien unvereinbare Positionen. Wieder einmal geht es um die Frage, ob eine Zeitung ein Renditeobjekt ist oder ob allein die journalistische Qualität zählt, was gleich gesetzt wird mit Kosten. Es sei angemerkt, dass es vor der Medienkrise Zeiten gab, in denen die Verlage mit Qualität viel Geld verdienten.
Ähnliche Sorgen plagt die New York Times. Dort sind auch Finanzinvestoren eingestiegen (wir berichteten). Der Spiegel fragt in der aktuellen Ausgabe, ob die Qualität des Weltblattes nun geopfert werde.