Welche Wirkung haben Medien auf die Rezipienten? Mit dieser Frage beschäftigt sich seit geraumer Zeit die Medienwirkungsforschung – mit magerem Erfolg. Erfolgreich sind dagegen krakelende Politiker, die etwa nach dem Amoklauf von Erfurt fordern, Jugendliche sollten keine Computerspiele wie “Ego Shooter” spielen dürfen. Sie würden Fiktion von Realität nicht trennen können, lautet das Argument.
Den Beleg bleiben sie dagegen wie die Wissenschaft schuldig, dass es einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen einem Ballerspiel und dem sozialen Verhalten der Spieler gibt. Werden Jugendliche zu aggressiven Rowdies mit dem Potential zum Mörder, nur weil sie gerne am Computer spielen?
Andreas Rosenfelder räumt in seinem Buch “Digitale Paradiese” mit diesem Vorurteil auf und beschreibt, welche Jugendkultur sich rund um das eGaming entwickelt hat. Es sind normale Schüler, die einem Sport nachgehen und weniger sich an Kriegsspielen als Form des Kriegs ergeifern.
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