Sollte es wirklich war sein, dass die Deutschen wieder mehr lesen? Seit 1995 klagen die Verleger, dass immer weniger Tageszeitungen in Deutschland gelesen werden. Jetzt zumindest freuen sich die Zeitschriften-Verleger und behaupten, dass die Zahl der Leser wieder zunehme. Eine frohe Kunde, die jeden in der Branche Tätigen freuen dürfte. Wir drucken den Jubel, der seinen Ausdruck in der Pressemitteilung des VDZ fand, hier ab:
Trotz wachsender Anzahl digitaler Medienkanäle lesen die Deutschen wieder mehr Zeitschriften. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Mediaanalyse (MA 2008 I). Demnach erhöht sich die Gesamtreichweite aller ausgewiesenen 175 Zeitschriften, Wochenzeitungen und Supplements gegenüber der MA 2007 II um 1,4 Prozent. Die aktuelle MA 2008 I basiert auf zwei Erhebungswellen in der Zeit vom 10. September 2006 bis 15. September 2007. Insgesamt wurden 38.855 Personen repräsentativ für 64,82 Mio. Deutsche ab 14 Jahre befragt. Von den 175 Titeln können stattliche 90 Zuwächse ihrer Leserschaften vorweisen, zwei sind unverändert und 79 Titel verzeichnen rückläufige Reichweiten. Aber auch die Verluste halten sich zumeist in Grenzen, denn nur 12 Titeln sind Leser im zweistelligen Prozentbereich abhanden gekommen.
Die in der MA 2008 I erfolgreichsten Zeitschriftengattungen sind die Wissensmagazine (+ 15,85 Prozent), die monatlichen Frauenzeitschriften (+ 7,03 Prozent) und die Wirtschaftspresse (+ 10,24 Prozent). Auch in punkto Stabilität setzt die MA 2008 I bemerkenswerte Zeichen: 23 Titel weisen aktuell das höchste Reichenweitenergebnis seit 12 MA’s auf.
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