Zimbabwe: Wahlen ohne Journalisten

Zimbawe hat gewählt, die Opposition erklärt sich zum Sieger, lange bevor alle Stimmen ausgezählt worden sind. Journalisten waren vor den Wahlen nicht erwünscht. Die FAZ schreibt:

“Dass ausländische Journalisten nicht gelitten sind im Reich des Robert Mugabe, ist zwar nichts Neues. Dieses Mal aber hat Zimbabwe regelrecht dichtgemacht, was damit zusammenhängen mag, dass der 84 Jahre alte Mugabe sich ernsthaft politischer Konkurrenz erwehren muss, sein “Sieg” dank massiver Manipulation der Wahlzettel gleichwohl schon feststeht und folglich mit Ärger zu rechnen ist, den ausländische Medien nicht dokumentieren sollen.”

Nur drei ausländische Journalisten aus Europa und Amerika hätten eine Akkreditierung erhalten, schreibt die FAZ weiter. Alle anderen Anträge seien ohne Angaben von Gründen abgelehnt worden. Nicht einmal die FAZ, die New York Times oder BBC und CNN bekamen Zugang zum Land. Schwarze Journalisten aus Afrika mussten sich einem “Rassetest” unterziehen. Die Gebühr für die Akkreditierung habe 1700 Euro betragen.

“Journalisten werden wahlweise als “Handlanger des Kolonialismus” oder als “Spione” verunglimpft.”

Die einheimische freie Presse im Land hat Mugabe längst abgeschafft.

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