Nun also bekommen auch die Politikberater ihre eigene Zeitung, die Zeitschrift für Politikberatung.
Der Markt boomt seit Jahren, weil sich die Parteien und Regierungsapparate immer weniger auf ihre eigenen Experten oder Stiftungen verlassen. Die prominenteste Beratung dürfte bei der Hartz-Reform erfolgt sein. Kein Wunder, dass auch der Roland-Berger-Berater Jobst Fidler bei der Präsentation der Zeitschrift am 11. April in Berlin dabei ist. Er saß damals in der Expertenkommission.
Die “Zeitschrift für Politikberatung” erscheint vierteljährlich im VS-Verlag. Was sie bringt, wird sich zeigen. Klar ist, dass die Beraterbranche gerade in Berlin wuchert und unter dubiosen Anbietern leidet, in der die “ehrlichen” Berater nur noch schwer auszumachen sind. Vielleicht leistet die Zeitschrift einen Beitrag, darüber eine Debatte anzustoßen und die Branche auf einen seriösen Pfad zurückzuführen.
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